01.05.2026
Blogeintrag: Klassenfahrt zur Europäischen Akademie Otzenhausen
Sonntag – Anreise und erstes Kennenlernen
Am Sonntag sind wir nach einer ganz schön langen Fahrt am Nachmittag an der Europäischen Akademie in Otzenhausen angekommen. Nach dem Check-in gab es erstmal einen Begrüßungskaffee, bei dem man schon erste Kontakte knüpfen konnte. Anschließend wurden uns die Akademie, das Team und das Programm für die Woche vorgestellt. Auch ein Hausrundgang durfte natürlich nicht fehlen. Am Abend haben wir uns durch verschiedene Gruppenaktivitäten besser kennengelernt und die Erwartungen unserer Gruppe auf Plakaten festgehalten. Den Abend haben wir am Ende des langen Tages bei ein paar Gesellschaftsspielen entspannt ausklingen lassen.
Montag – Einführung in das Thema Europa
Montag haben wir dann begonnen uns mit dem Thema der Seminarwoche auseinanderzusetzen. Nach dem Frühstück haben wir erst einmal mit einigen weiteren Kennenlernspielen gestartet. In dem Zusammenhang haben wir auch eine Art Speed-Dating gemacht, wo man One-on-One mit einigen geredet hat. Mit den Franzosen gab es da teilweise einige Sprachbarrieren, aber irgendwie hat man es doch immer geschafft sich zu verständigen. Um als Team ein Stück zusammenzuwachsen, haben die Seminarleiter uns dann zu einer Challenge aufgefordert. Wir mussten innerhalb einer halben Stunde 20 Aufgaben lösen wie z.B. 100 insgesamt Kniebeugen zu machen oder ein Lied zusammen zu singen. Dann haben wir uns mit der Frage beschäftigt, was Europa eigentlich ausmacht und wie vielfältig die Gesellschaft ist. Hier haben wir ein Spiel gespielt, bei dem wir verschiedene Landschaftsbilder dem jeweiligen Land in Europa zuordnen mussten. Dabei ist schnell deutlich geworden, dass man das oft kaum unterscheiden kann, woran man merkt wie sehr sich die europäischen Länder gegenseitig beeinflussen. Am Nachmittag haben wir über Mentimeter eine Ideensammlung gemacht. Dabei haben wir unsere Assoziationen mit Europa, aktuelle Themen bzw. Probleme gesammelt. Abends fand ein interkultureller Europaabend statt. Sowohl wir als auch die Gruppe aus Frankreich, sowie die Gruppe aus Potsdam haben jeweils ihre Stadt und ihre Schule vorgestellt. Zudem hatte jede Gruppe einige typische Sachen aus ihrer Region mitgebracht. Wir hatten verschiedene Sorten Haribo dabei und aus Potsdam wurden einige DDR-Süßigkeiten mitgebracht. Die Franzosen haben aber mit ihrem Käsefondue alles übertroffenJ
Dienstag – Exkursion nach Schengen und Metz
Der Dienstag war unser Ausflugstag und für viele eines der Highlights. Wir sind nach Schengen gefahren und haben dort das interaktive Museum sowie das bekannte Schiff zur Geschichte des Schengener Abkommens besichtigt. Es war interessant zu sehen, wo ein so wichtiger Teil der europäischen Zusammenarbeit entstanden ist. Danach ging es weiter nach Metz in Frankreich. Dort haben wir eine Stadtführung gemacht. Die meiste Zeit haben wir dabei in der Kathedrale von Metz verbracht. Die Stadtführerin war auf jeden Fall seeehr enthusiastisch was die bunten Fenster der Kathedrale anging… Nach dieser etwas zu ausführlichen Stadttour sind wir dann noch durch die Altstadt geschlendert und waren zum Abschluss alle gemeinsam sehr lecker Flammkuchen essen, bevor es recht spät zurück nach Otzenhausen ging.
Mittwoch – Aktuelle Themen in Europa
Am Mittwoch haben wir den Ausflug ausgewertet und uns anschließend in Form einer Stationenarbeit mit aktuellen Themen in Europa beschäftigt. In binationalen Gruppen haben wir uns spielerisch mit Themen wie Migration, Klimawandel und sozialer Gerechtigkeit auseinandergesetzt. Anschließend haben wir noch ein Quiz gemacht, wo wir anhand einer Europakarte, wo bestimmte Länder eingefärbt waren, verschiedene Formen von Europa kennengelernt haben. Darunter waren zum Beispiel der Schengenraum, die Eurozone oder auch die ESC-Mitgliedsstaaten (was die wenigsten erkannt haben). Den Abend haben wir alle zusammen im Jugendraum mit Musik hören, Spielen und witzigen Gesprächen verbracht.
Donnerstag – Kreativarbeit und Abschluss
Am Donnerstag stand die Zukunft Europas im Mittelpunkt. Zuerst haben wir in einem Spiel unsere Meinungen zu verschiedenen politischen Fragen vertreten, was teilweise zu spannenden Diskussionen geführt hat. Hier konnte man gut sehen, wie verschieden der Blick von Deutschen und Franzosen auf Europa sein kann. Danach haben wir in Gruppen eigene Projekte zum Thema „Europa von morgen“ erarbeitet. Dabei konnten wir unserer Kreativität freien Lauf lassen und es sind wirklich tolle Endprodukte entstanden. Eine Gruppe hat zum Beispiel einen Podcast zum Thema „Gemeinschaftliches Europa“ aufgenommen, eine andere hat live eine Debatte zum Thema Extremismus vorgetragen. Abends gab es dann noch einen gemeinsamen Abschiedsabend, der von uns selbst gestaltet wurde – ein schöner Abschluss der Woche. Wir haben lange zusammengesessen, Karaoke gesungen und getanzt. Wir haben uns über die ganze Woche als Gruppe super miteinander verstanden und haben unseren letzten Abend dementsprechend ausgiebig gefeiert.
Freitag – Abreise
Am Freitagmorgen hieß es dann schon wieder Koffer packen. Nach dem Frühstück haben wir ausgecheckt und müde die Heimreise angetreten. Insgesamt war die Woche zwar teilweise anstrengend, aber auch sehr lehrreich. Man hat viel über Europa gelernt, coole neue Leute kennengelernt und auch gemerkt, wie wichtig Zusammenhalt in jeglicher Form ist.
Nele und Carolin aus der INU2
