Internationale Förderklassen

Übersicht

Zielgruppe:

Schulpflichtige Jugendliche die neu in Deutschland sind und über keine oder nur sehr geringe Deutschkenntnisse verfügen

Voraussetzungen:
  • Anmeldung über das kommunale Integrationszentrum
  • Kein oder nur kurzfristiger vorheriger Schulbesuch in der Sekundarstufe 1 in Deutschland
  • Schulische Vorbildung ist nicht relevant
Dauer:
  • 1 Jahr,  Wiederholung möglich
Unterrichtsfächer:
  • Berufsbezogener Unterricht im Lernbereich Wirtschaft und Verwaltung
  • Deutsch (DAZ)  (schwerpunktmäßig mit bis zu 12 Wochenstunden)
  • Politik/Gesellschaftslehre
  • Mathematik
  • Sport/Gesundheitsförderung

Abschluss:

Es ist möglich bei Vorliegen entsprechender Leistungen  einen dem Hauptschulabschluss nach Klasse 9 gleichwertigen Abschluss zu erlangen.
Perspektiven:Angestrebt wird der Übergang in Regelklassen des berufsbildenden Schulsystems
und in betriebliche Ausbildung.

Bei Vorliegen anerkannter ausländischer Schulabschlüsse oder bei festgestellter Eignung können Schülerinnen und Schüler die Aufnahme in weiterführende Bildungsgänge beantragen.

Wenn die aufenthaltsrechtlichen Bestimmungen erfüllt sind, kann eine betriebliche Ausbildung, auch mit Unterstützung, begonnen werden.

Die Schulpflicht ist mit Beendigung dieser Klasse erfüllt.
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Bildungsgang

Im Bildungsgang IFK werden Schülerinnen und Schüler unterrichtet, die aus verschiedenen Gründen nach Deutschland eingewandert sind und wegen fehlender Deutschkenntnisse noch nicht in Regelklassen am Unterricht teilnehmen können (sogenannte Seiteneinsteiger).  Die Einschulung erfolgt in der Regel zu Beginn des Schuljahres, ein späterer Einstieg ist möglich, sofern freie Plätze verfügbar sind.

Ziele des Bildungsgangs sind

  • Erwerb bzw. Vertiefung von Deutschkenntnissen einschließlich der Fachsprache
  • Verbesserung der Allgemeinbildung
  • Unterstützung bei der Integration in die deutsche Gesellschaft
  • berufliche Orientierung
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Voraussetzungen

  • Anmeldung über das kommunale Integrationszentrum Solingen
  • Kein oder nur kurzfristiger vorheriger Schulbesuch in der Sekundarstufe 1  in Deutschland
  • Schulische Vorbildung ist nicht relevant
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Unterricht

Der Unterricht findet in einem festen Klassenverband statt.  Es handelt sich um eine Vollzeitklasse, daher werden die Schülerinnen und Schüler an fünf Tagen in der Woche unterrichtet.

Maßgeblich für den Unterricht ist der Bildungsplan für Klassen der Ausbildungsvorbereitung.

Gemäß Stundentafel wird der Unterricht erteilt in

  • berufsbezogener Lernbereich Wirtschaft und Verwaltung
  • Mathematik
  • Politik
  • Sport/Gesundheitsförderung
  • Deutsch (Deutsch als Zweitsprache)


Der Unterricht kann den Erfordernissen entsprechend im Verlauf des Schuljahres in den Lernbereichen / Fächern flexibel angeboten werden, z.B. durch eine erhöhte Zahl an Unterrichtsstunden im Fach Deutsch zu Beginn des Schuljahres.

Auch im berufsbezogenen Lernbereich liegt der Schwerpunkt auf der Entwicklung der Kompetenzen in der deutschen Sprache. Darüber hinaus wird die Orientierung in den gesellschaftlichen und politischen Strukturen Deutschlands Hauptbestandteil des Unterrichts sein. Im Fach Sport finden insbesondere gruppenbildende und erlebnispädagogische Aktivitäten statt, um den Schülerinnen und Schülern die Herausbildung einer eigenen Identität in Verbindung mit dem Lernort Schule zu erleichtern. 

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Abschlüsse und Perspektiven

  • In internationalen Förderklassen kann ein dem Hauptschulabschluss nach Klasse 9 vergleichbarer Abschluss erreicht werden.
  • Sofern ein dem Hauptschulabschluss vergleichbarer Abschluss erreicht wurde, kann die/der Jugendliche in der internationalen Förderklasse die Feststellung der Berechtigung zum Besuch eines weiterführenden Bildungsganges beantragen. Das Antragsverfahren wird individuell geregelt.
  • Wenn die aufenthaltsrechtlichen Bestimmungen erfüllt sind, kann eine betriebliche Ausbildung, auch mit begleitenden Unterstützungsmaßnahmen, begonnen werden.
  • Die Schulpflicht ist mit Beendigung dieser Klasse erfüllt, die Jugendlichen können eine Erwerbstätigkeit aufnehmen, sofern ihr Aufenthaltsstatus dies gestattet.
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Sonstiges

Die Schulsozialarbeiterinnen und -sozialarbeiter unterstützen die  Organisation und Durchführung schulischer und außerschulischer Veranstaltungen, die den Integrationsprozess fördern. Sie beraten die Schülerinnen und Schüler in allen Problemlagen und vermitteln bei Bedarf weitere Hilfen.

Betriebliche Praxisphasen sollen den Schülerinnen und Schülern bei der Entwicklung beruflicher Perspektiven helfen.

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Informationen für Erziehungsberechtigte und Ansprechpartner

Ansprechpartner für die Zuweisung zu einer Schule ist zunächst das Kommunale Integrationszentrum der Stadt Solingen.

Für die Betreuung des Bildungsgangs ist Frau Kirsch zuständig.
E-Mail: skirsch@flbk.de

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