Automobilkaufmann/kauffrau

Übersicht

Ausbildungsdauer: 2½- und 3-jährige Ausbildung
Rahmenlehrplan:

 lernfeldorientiert,
 ab 1.8.2017 neue Ausbildungsordnung von 11/2016

Unterrichtsfächer
berufsbezogen:
  • Wirtschafts- und Sozialprozesse
    (LF 1,9,11)
  • Kernprozesse der Automobilwirtschaft
    (LF 3,4,5,6,7,12)
  • Kaufmännische Unterstützungsprozesse
    (LF 2,8,10)
  • Fremdsprachliche Kommunikation (Englisch)
berufsübergreifend:
  • Deutsch/Kommunikation
  • Politik/Gesellschaftslehre
  • Religionslehre
  • Sport/Gesundheitsförderung
Berufsschultage:
Unterstufe2
Mittelstufe2
Oberstufe1
Abschluss:Berufsabschluss des Berufskollegs und Berufsabschlussprüfung der IHK
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Berufsbild

Automobilkaufleute sind in erster Linie in Autohäusern, bei Automobilherstellern und Importeuren, sowie in deren Niederlassungen tätig. Einsatzmöglichkeiten bestehen auch im LKW-, Motorrad-, Ersatzeil- und Wohnmobilhandel.

Automobilkaufleute erledigen kaufmännische Aufgaben, vor allem in der Disposition, der Beschaffung, dem Vertrieb und dem Verkauf von Kraftfahrzeugen sowie Kfz­ -Teilen und ‑Zubehör. Sie übernehmen die Buchhaltung, Kostenrechnung und Kalkulation sowie sachbearbeitend-organisatorische Aufgaben, z. B. in der Personalwirtschaft. Außerdem beobachten sie die Entwicklungen auf dem Markt und berücksichtigen die so gewonnenen Informationen bei der Planung und Durchführung von Marketingaktionen. Sie bestellen Kfz ­-Teile und ‑Zubehör und verwalten das Lager, nehmen Wartungs­ und Reparaturaufträge an und schließen entsprechende Verträge ab. Zusätzlich beraten sie Privat­ und Geschäftskunden über Serviceleistungen wie Finanzierungs­-, Leasing­-, Versicherungs-­ und Garantieverträge und wickeln diese ab. Sie nutzen den Einsatz integrierter EDV-Systeme zur effizienten Kontaktpflege mit Herstellern, Banken, Versicherungen und Unfallreparaturdiensten



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Voraussetzungen

In der Regel erwarten die  Unternehmungen mindestens eine gute Fachoberschulreife, oft ist aber auch die Fachhochschulreife gefragt.

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Berufsschulunterricht

Der Berufsschulunterricht findet im so genannten dualen System statt. Dies bedeutet, dass die Schülerinnen und Schüler während der Ausbildungszeit die Berufsschule besuchen.

In der Unter- und Mittelstufe erfolgt der Berufsschulunterricht i.d. R. an zwei Berufsschultagen, in der Oberstufe ist nur ein Berufsschultag vorgesehen. Ein halbes Jahr lang haben die Auszubildenden technischen Unterricht am benachbarten technischen Berufskolleg. Dieser Unterricht umfasst 2 Wochenstunden.

Die Ausbildungszeit beträgt drei Jahre, bei besonders guten Leistungen besteht die Möglichkeit einer Verkürzung.

Der Unterricht erfolgt in sogenannten Lernfeldern. Folgende Lernfelder sind vorgesehen:

 

Lernfeld 1

Den Betrieb präsentieren und die betriebliche Zusammenarbeit mitgestalten
Lernfeld 2Bestände und Erfolgsvorgänge erfassen und den
Jahresabschluss durchführen
Lernfeld 3Teile und Zubehör beschaffen und lagern
Lernfeld 4Teile und Zubehör verkaufen
Lernfeld 5Werkstattaufträge entgegennehmen und kaufmännische
Geschäftsprozesse organisieren
Lernfeld 6Neufahrzeuge disponieren und den Verkaufsprozess
durchführen
Lernfeld 7Gebrauchtfahrzeuge disponieren und bereitstellen
Lernfeld 8Finanzdienstleistungen anbieten
Lernfeld 9Personalwirtschaftliche Aufgaben wahrnehmen
Lernfeld 10Wertschöpfungsprozesse erfolgsorientiert steuern
Lernfeld 11Wirtschaftliche Einflüsse auf unternehmerische Entscheidungen beurteilen und danach handeln
Lernfeld 12Kommunikationspolitische Maßnahmen gestalten
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Unterrichtsfächer

Im berufsbezogenen Bereich werden die Fächer Wirtschafts- und Sozialprozesse, kaufmännische Unterstützungsprozesse, Kernprozesse in der Automobilwirtschaft, sowie fremdsprachliche Kommunikation (Englisch) unterrichtet.

Darüber hinaus gibt es die Fächer Deutsch, Politik, Religion und Sport.

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Prüfungen und Abschlüsse

In der Berufsschule wird nach der Ausbildungszeit der Berufsschulabschluss vergeben. Dieser wird erlangt, wenn nicht mehr als ein Fach mit der Note mangelhaft abschließt.

Der Kaufmannsgehilfenabschluss wird ebenfalls am Ende der Ausbildungszeit erlangt. Hierfür müssen die Schülerinnen und Schüler eine schriftliche und mündliche Abschlussprüfung vor der Industrie-und  Handelskammer ablegen. Auch hier darf nur ein Prüfungsteil die Note mangelhaft aufweisen.

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Sonstiges

  • Fördermaßnahmen
    In der Unterstufe wird ein Förderprogramm im Mathematikbereich für besonders schwache Schüler angeboten.

  • Kooperationen
    Es besteht ein schriftlicher Kooperationsvertrag mit dem Autohaus Nouvertné in Solingen.
    Darüber hinaus gibt es mit mehreren Unternehmungen Kooperationen zu verschieden Anlässen (Weihnachtsaktionen, Teilnahme an Ausbildungsmessen etc.)

    Weiterhin existiert eine Kooperation mit der FHDW (Fachhochschule der Wirtschaft) in Bergisch Gladbach, Fachbereich Automobil.
    Unter bestimmten Voraussetzungen können unsere SchülerInnen  Lehrinhalte aus dem  Bildungsgang Automobil anerkannt bekommen und so bis zu 2 Semestern sparen.
    Der Bachelor of Arts (B.A.) ist so theoretisch in vier Semestern möglich.

  • Der Bildungsgang Automobilkaufleute präsentiert sich regelmäßig auf der „Autoshow“ in Solingen

  • Besuche der IAA und einer Automobilproduktion gehören zum Ausbildungsprogramm
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Informationen für Ausbildungsbetriebe und Ansprechpartner

Der zuständige Ansprechpartner für den Bildungsgang ist Herr Ern. Er hilft bei allen Fragen gerne weiter. Bei Bedarf besucht er auch Ihre Unternehmung.

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Berufliche Perspektiven

Nach der Ausbildung hat man die Möglichkeit in den Autoverkauf zu gehen. Dafür verlangen die Unternehmungen in der Regel eine zusätzliche berufsbegleitende Aus/Fortbildung zum/zur Automobilverkäufer/-verkäuferin.

Weiterhin besteht die Möglichkeit einen Fachwirttitel zu erwerben. Spezialisierte Studiengänge stehen ebenfalls zur Wahl.

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