Bankkaufmann/kauffrau

Übersicht

Ausbildungsdauer:

 2½- und 3-jährige Ausbildung

Rahmenlehrplan:

 lernfeldorientiert,
 Ausbildungsordnung von 1998

Unterrichtsfächer

berufsbezogen:

  • Allgemeine Wirtschaftslehre
  • Bankbetriebslehre
  • Rechnungswesen/Controlling
  • Datenverarbeitung

berufsübergreifend:

  • Religionslehre
  • Deutsch/Kommunikation
  • Politik/Gesellschaftslehre
  • Sport/Gesundheitsförderung
Berufsschultage*
Unterstufe5
Mittelstufe5
Oberstufe5

Abschluss:

Berufsabschluss des Berufskollegs und Berufsabschlussprüfung der Industrie- und Handelskammer

*Berufsschultage in Vollzeitunterricht
Blockunterricht mit insgesamt 5 Teilblöcken (2½ jährige Ausbildung) bzw. 6 Teilblöcken (3jährige Ausbildung)
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Berufsbild

Grundlage der Ausbildung zum „Bankkaufmann/zur Bankkauffrau“ ist die seit 1998 gültige Ausbildungsordnung. Sie enthält das Ausbildungsberufsbild und den Ausbildungsrahmenplan. Die Ausbildungsordnung orientiert sich an Anforderungen, welche die Akquisition, Beratung und Betreuung von Kunden sowie den Verkauf typischer Bankleistungen durch Auszubildende verlangen. Dazu ist eine berufliche Handlungskompetenz erforderlich, die insbesondere verkaufsorientierte Vorgehensweisen von Auszubildenden erwarten lässt. Die SchülerInnen werden entsprechend dieser Zielvorstellung im Rahmen der schulischen Ausbildung u.a. qualifiziert, ein berufsbezogenes Grundwissen situationsbewusst anzuwenden, Entscheidungen kostenbewusst und erlösorientiert zu treffen sowie kommunikative Kompetenz einzusetzen. Der/die ausgebildete Bankkaufmann/Bankkauffrau ist letztlich in der Lage, im Rahmen einer kundenorientierten Kommunikation Bankprodukte verkaufen zu können.

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Voraussetzungen

Die Anforderungen des Ausbildungsberufs bringen es mit sich, dass angehende Bankkaufleute i.d.R die Allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife erreicht haben sollten. Besonders motivierte junge Menschen, welche die Fachoberschulreife besitzen, können den Anforderungen des Ausbildungsberufs ebenfalls nachkommen.

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Berufsschulunterricht

Der Unterricht in der Berufsschule ist Teil des dualen Systems der Ausbildung. Die Ausbildung dauert i.d.R. 2 ½ bzw. 3 Jahre. Die SchülerInnen werden in sogenannten „6-Wochen-Blöcken“ in Vollzeitform unterrichtet. Jedes Schuljahr hat jeweils zwei 6-Wochen-Blöcke (1. und 2. Teilblock). Außerhalb dieser Schulblöcke erfolgt die praktische Ausbildung in den Ausbildungsbetrieben.

Der Rahmenlehrplan orientiert sich an Lernfeldern.

Lernfelder

Inhaltliche Beschreibung (Kurzfassung)

Lernfeld 1

Privates und betriebliches Handeln am rechtlichen Bezugsrahmen ausrichten

Lernfeld 2

Konten führen

Lernfeld 3

Unternehmensleistungen erfassen und dokumentieren

Lernfeld 4

Geld- und Vermögensanlagen anbieten

Lernfeld 5

Besondere Finanzinstrumente anbieten und über Steuern informieren

Lernfeld 6

Modelle für Marktentscheidungen nutzen

Lernfeld 7

Privatkredite bearbeiten

Lernfeld 8

Kosten und Erlöse ermitteln und beeinflussen

Lernfeld 9

Dokumentierte Unternehmensleistungen auswerten

Lernfeld 10

Baufinanzierungen und Firmenkredite bearbeiten

Lernfeld 11

Auslandsgeschäfte abwickeln

Lernfeld 12

Einflüsse der Wirtschaftspolitik beurteilen

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Unterrichtsfächer

Die Inhalte der Lernfelder sind im berufsbezogenen Bereich auf die Unterrichtsfächer

-         Allgemeine Wirtschaftslehre (AWL)

-         Bankbetriebslehre (BankBWL)

-         Rechnungswesen/Controlling (Rewe)

-         Datenverarbeitung (DV)

 aufgeteilt.

 

Im berufsübergreifenden Bereich kommen die Fächer

-         Religion (Rel)

-         Deutsch (Deu)

-         Politik (Pol)

-         Sport/Gesundheitsförderung (Sport)

hinzu. Inhaltlich orientierten sich auch diese Fächer an spezifischen Bedingungen bzw. Anforderungen des Ausbildungsberufs.

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Prüfungen und Abschlüsse

Die Berufsabschlussprüfung erfolgt extern vor dem Prüfungsausschuss der Industrie- und Handelskammer. Voraussetzung für die Teilnahme zur Abschlussprüfung ist die Teilnahme an einer Zwischenprüfung im 2. Ausbildungsjahr. Die Abschlussprüfung besteht aus zwei Prüfungsteilen:

  1. Schriftliche Prüfung in den Prüfungsteilen Bankbetriebslehre I (Fallaufgaben) und Bankbetriebslehre II (programmierte Aufgaben) sowie Rechnungswesen und Wirtschafts- und Sozialkunde (jeweils programmierte Aufgaben).

  2. Mündliche Prüfung im Prüfungsteil Kundenberatung (simuliertes Kundengespräch: Prüfer nimmt die Rolle eines Kunden ein).
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Berufliche Perspektiven

Die Ausbildung zum „Bankkaufmann/zur Bankkauffrau“ vermittelt einen hochwertigen kaufmännischen Berufsabschluss. Nach Übernahme in ein Arbeitsverhältnis werden ausgebildete Bankkaufleute in den verschiedenen Abteilungen einer Bank als Kundenberater/Sachbearbeiter etc. eingesetzt. Innerbetriebliche Fortbildungsprogramme ermöglichen einen weiteren beruflichen Aufstieg.

Die Ausbildung legt auch weitere kaufmännische Grundlagen für ein Studium an einer Hochschule bzw. Fachhochschule.

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Informationen für Ausbildungsbetriebe und Ansprechpartner

  • Für den Bildungsgang „Bankkaufmann/ Bankkauffrau“ ist Herr Küster der Ansprechpartner.

  • Die Zusammenarbeit mit den Ausbildungsbetrieben ist eng. Regelmäßige (Ausbildersprechtage) und unregelmäßige Kontakte werden gepflegt. Im Arbeitskreis „Schule/ Kreditinstitute“ werden grundlegende Fragen thematisiert. Die Kontakte sind fachlicher und pädagogischer Natur.

  • Die Ausbildungsbetriebe bieten Fachkollegen Kurzpraktika bzw. Fortbildungsveranstaltungen an.
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Sonstiges

Fördermaßnahmen/Beratung

Während der schulischen Ausbildung werden die SchülerInnen in regelmäßigen Gesprächen beraten. Sofern sich ein Förderbedarf ergibt, wird dieser in Abstimmung mit den Ausbildungsbetrieben eingerichtet.

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